DAS SIND DIE GRÜNDE FÜR DEN WIDERSTAND

Sicherheit geht vor

Das geplante Ausleitbauwerk ist so gestaltet, dass das ausgeleitete Wasser nach dem Bauwerk in ein offenes Gerinne (Sohlgleite) geleitet wird. Durch das Auslaufbauwerk und das offenen Gerinne in unmittelbarer Nähe zu den Sportanlagen (Fußball- und Tennisplätze) wird eine Gefahrensituation geschaffen, die auch unter Berücksichtigung von geplanten Sicher-heitsmaßnahmen zu einem nicht tragbaren Unfallrisiko führt. 

Auf dem Sportgelände des FC Oberpöring halten sich auch außerhalb der Sportveranstaltungen und Trainings-einheiten sehr häufig Kinder auf um Tennis oder Fußball zu spielen oder benutzen den Kinderspielplatz. Die Kinder stehen dabei nicht unter ständiger Beaufsichtigung, sondern die Eltern verlassen sich darauf, dass das Sportgelände ein sicherer Platz für spie-lende Kinder ist. Es ist allgemein bekannt, dass Kinder sich von Gewässern angezogen fühlen und die Gefährdung in der Regel nicht abschätzen können. Das mit großem Getöse aus dem Auslaufbauwerk herausströmende Wasser wird das Interesse der Kinder geradezu wecken und zum Spielen anlocken. Durch die un-mittelbare näher zu den Sportanlagen besteht die große Gefahr, das Kinder in das Gerinnen geraten und mitgerissen werden. Schwere Verletzungen bis hin zu tödlich endenden Unfälle sind nicht auszuschließen.

Bilder: Auslaufbauwerk in Neustadt a. d. Donau (H. Wolf)

Lärmbelästigung

Zur Lärmbelästigung des Ausleitbauwerks wird in den Planungsunterlagen keine Aussage gemacht. Auch im Erörterungstermin wurden diesbezüglich keine Fakten auf den Tisch gelegt. Es wurde nur allgemein gesagt "Die Grenzwerte werden eingehalten". 

Durch die hohe Wassermengen (6 - 14 m3/s) die über die Rampe geleitete werden und die vielen Querriegeln kommt es unweigerlich zu Verwirbelnden, die ein dauerhaftes Rauschen erzeugen werden. Es ist allgemein bekannt, dass solche Geräusche sehr nervend und damit belastend sind. Dauerhafte monotone Geräusche wirken störend, beeinträchtigen die Konzentration und können vegetative Störungen beim Menschen verursachen. Lärm kann krank machen.

Gerade im Wettkampf ist beim Tennis ein sehr hohe Konzentrationsfähigkeit gefordert. Durch die unmittelbare Nähe zu den Tennis-plätzen wird das monotone Wasserrauschen den Spielverlauf störend beeinflussen. Aber auch das gemütliche Beisammensitzen auf der Sportheimterrasse  wird auch das dauerhafte Geräusch gestört bzw. unmöglich gemacht.

Hier gibts ein Beispiel für das Wassergeräusch

Hochwasser- und Grundwassergefahr

Für den Bau des Ausleitbauwerks wird der bis ins Tertiär abgedichtete Isardamm durchstochen.  Aus unserer Sicht entsteht dann der Schnittstelle zwischen Auslaufbauerk und der bestehenden Schmaldichtwand des Isardamms eine Schwachstelle. Bei Hochwasser besteht die Gefahr, dass an dieser Stelle der dämm bricht und es zu einer Überflutung und damit Zerstörung der gesamten Sportanlage kommt.

 

Durch das ungeregelte, massive Ausleiten von Wasser aus der Isar und das EFG und der Verbindung zum Grundwasser kurz unterhalb des Sportgeländes wird eine Beeinflussung des Grundwassers in der direkten Umgebung des Sportgeländes erwartet. Gerade bei Hochwasserlagen, wenn die Böden durch Niederschlagswasser sehr durchnässt sind, wird zusätzliches Isarwasser aus dem gesicher-ten Staubereich in das Grundwasser eingeleitet. Grundwasserspiegel wird unweigerlich ansteigen. Bereits geringe Grundwasserer-höhungen können eine negative Auswirkung auf die Rasen- und Tennisspielfelder haben, da diese durch die Kiesschicht leicht hoch-gedrückten dann die Substratschicht der Rasenspielfelder bzw. die Tonschicht der Tennisplätze zerstört werden.

Durch das zusätzlich eingebrachte Isarwasser in das Grundwasser sehen wir die Gefahr, dass durch einer stärkeren Durchnässung der Rasen- bzw. Tennisspielfelder eine häufigere Unbesiegbarkeit der der Sportflächen die Folge sein wird. Außerdem ist zu erwarten, das durch eine stärkere Durchnässung der Rasendünger schneller ausgespült wird und deshalb eine häufigeres Düngen notwendig sein wird. Dies bedeutete für den verein erhöhte finanzielle und personelle Aufwendungen für den Unterhalt der Rasenpielfelder.

Stechmückenbelastung

Stechmücken sind im Umfeld des Sportgeländes des FC Oberpöring e.V. in den Sommermonaten permanent vorhanden. In den Flachwasserzonen (Tümpeln) des Landschaftsschutzgebietes innerhalb und außerhalb des Isardammes finden die Stechmücken ideale Brutstätten. Werden, wie geplant die Auwälder im erweiterten Umfeld des Isar-Sportparkes Oberpöring durch das Ersatzfließgewässer regelmäßig überflutet, bilden sich zusätzliche Brutstätten für die Stechmücken und die Population wird extrem zunehmen. Die jetzt schon vorhanden Belastung durch Stechmücken wird sich deutlich erhöhen und zu einer nicht hinnehmbaren plage werden. Gerade in den Abendstunden, in denen auch üblicherweise die Trainingseinheiten durchgeführt werden, führt das massenhafte Auftreten der Stechmücken zu einer großen Belastung.

Hier geht es zu unserem Lösungsvorschlag